Montagsfrage 20/17

Gibt es ein Buch, das du schon so oft gelesen hast, dass du nicht mehr weißt wie oft genau?

Jap, so ein Buch, bzw. so eine Reihe gibt es:  Die Guild Hunter Reihe von Nalini Singh. Die habe ich jedes Mal, wenn es einen neuen Band gab, von vorn begonnen und dadurch hab ich den ersten Teil sicher schon an die fünf oder sechs oder gar noch mehr Male gelesen. Und ich habe durchaus vor, das ganze nochmal von vorn zu lesen 😀 Nämlich, wenn ich endlich aufhole, was ich noch nicht gelesen habe von der Reihe.

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Jack London: Ruf der Wildnis

Ruf der Wildnis
Jack London
Anaconda Verlag
128 Seiten
Klassiker

Klappentext

Amerika zur Zeit des großen Goldrauchs: Der Mischlingsrüde Buck führt auf dem kalifornischen Anwesen des Richters Miller als Haus- und Hofhund ein ruhiges und beschauliches Leben. Doch als er von einem verzweifelten Angestellten seines Herrn entführt und nach Alaska verschleppt wird, beginnt für ihn eine grausame Leidenszeit. Unter harten Bedingungen wird er zum Schlittenhund abgerichtet und muss sich fortan gegen skurpellose Besitzer und andere Hunde behaupten. Jack Londons mitreißend erzählter Roman „Ruf der Wildnis“ (1903) ist mehr als nur eine Tiergeschichte – mit seinen eindrucksvollen Naturschilderungen ist er zum Klassiker der amerikanischen Literatur avanciert.

 

Meinung

„Ruf der Wildnis“ gehört zu den Klassikern der Literatur. Ich wurde durch eine Reportage auf ARTE auf den Schriftsteller aufmerksam, dem ich bis dato leider zu wenig Beachtung geschenkt habe. In dieser kurzweiligen Geschichte wird Mischlingsrüde Buck entführt. Im hohen Norden, in Alaska, wird gut für tüchtige Schlittenhunde bezahlt. Ein verzweifelter Angestellter des Herrenhauses stiehlt den Rüden und verkauft ihn. So gelangte Buck in die Eishölle, die er so nicht kannte. Schließlich war er Hund eines Richters in Kalifornien. Doch schnell lernt Buck, sich zu behaupten. Aus dem einstigen  Schoßhund wird ein eiskalt berechnender, instinktgetriebener Rüde.
Packend erzählt London das Schicksal seines vierbeinigen Protagonisten. Der Roman konzentriert sich auf die Darstellung der Handlung, für emotionales Geplänkel bleibt wenig Raum. Man spürt nahezu die eisige Kälte und die Verzweiflung Alaskas im Goldrausch. Und man versteht, wie Buck zu dem werden kann, was er am Ende des Romans ist. Das Leben hat ihm teilweise übel mitgespielt.  Londons Erzählweise ist der nüchterne Stil eines Abenteurers, der seine Geschichte weitergeben möchte. Teilweise wirkt der Roman daher mehr wie ein Bericht, denn ein Roman. Aber gerade das verleiht „Ruf der Wildnis“ einen ganz eigenen Charme.

Für an Klassikern interessierte Leser und jene, die gerne eine Abenteuergeschichte lesen, ist Ruf der Wildnis absolut zu empfehlen.

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Wolfgang Herrndorf: In Plüschgewittern

In Plüschgewittern
von Wolfgang Herrndorf

Rowohlt Verlag; 192 Seiten
Gegenwartsliteratur

Handlung

Ein Mann, um die dreißig, sucht sein Glück in Berlin. Doch dort findet er nur all zu Melancholisches: Altbau-Partys, Arbeitslosigkeit, Verzweiflung, Gleichgültigkeit. Er verliebt sich, aber auch Verliebtsein kann zur Last werden. Zynisch kommentiert der Erzähler den grauen Großstadt-Alltag, denn er zumeist nur betrunken durchstehen kann.

Meinung

Von Wolfgang Herrndorf gibt es zu wenig. Viel zu früh gestorben, hinterlässt er der Leserschaft  eine überschaubare Anzahl an Werken. Ich habe zum ersten Mal an der Universität von diesem Autor gehört. Auf die Empfehlung einer Kommilitonin hin, las ich „Bilder deiner großen Liebe“, hangelte mich weiter zu Tschick, las Sand, litt mit ihm in Arbeit und Struktur und so weiter. Herrndorf ist ein Autor, der mit wenigen Mitteln seinen Leser gefangen hält. Sein linearer Erzählstil wirkt auf den ersten Blick durchaus einfach und schnörkellos, fast schon langweilig. Aber er erzählt mit einem amüsanten Zynismus und trifft den Nagel immer wieder auf den Kopf. In seinen Texten schwingt stets eine gute Mischung aus Humor und Melancholie mit. Nach dem Beenden eines Herrndorf-Romans ist man immer ein bisschen traurig und steht einem Nichts gegenüber, auch wenn man während des Romans herzlich hat lachen dürfen. Eine grandiose Mischung.

So auch bei „In Plüschgewittern“. Der Protagonist, dessen Name nicht fällt, tingelt nach einer Trennung nach Hamburg in das Haus seines Bruders, von dort weiter nach Berlin zu seinem schwulen besten Freund. Er trifft auf echte Großstadt-Unikate, treibt sich auf Partys herum und zu seinem Unglück verliebt er sich. Schonungslos zeigt Herrndorf den Alltag einer kalten Welt auf, in der alles irgendwie egal sein kann. Den Leser befällt  bei der Lektüre eine gewisse Schwermut, bekommt man doch relativ unverhohlen vor die Nase gesetzt, was man eigentlich nicht zwingend wahrhaben will.

Wer einen Spannungsbogen sucht, ist bei Herrndorf eher schlecht beraten. Dieser Roman hat es nicht zum Ziel, Spannung aufzubauen oder den Leser durch Thrill zu packen. Viel eher zeigt er das Panorama eines heimatlosen Mannes auf. Zeigt, wie das Leben manchmal spielt. Dass man es eben doch mit Antihelden zu tun hat, jedoch weder schwarz noch weiß. Ein wenig wirr, ein wenig eigen, ganz viel Realität – In Plüschgewittern ist als Debüt des Autors ein Meisterstück. Für jene, die an deutscher Gegenwartsliteratur interessiert sind, ein absolutes Muss.

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1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese „Düsenjäger über dem Walpersberg“ von Markus Gleichmann/Karl-Hein Bock. Ich bin auf Seite 34.
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
„Im Januar 1946 zog der Beauftragte der Maxhütte Unterwellenborn Bilanz zu den Tätigkeiten der OT:….“
 
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Beim Walpersberg handelt es sich um einen Berg, an dem ich jedes Mal vorbei fahre, wenn ich von zuhause zu meinem Freund fahre. Als Kind, oder besser gesagt junge Jugendliche, haben meine Eltern und ich eine Wanderung mit Führung rund um den Berg vorgenommen. Von meinem Papa habe ich das große geschichtliche Interesse, vor allem am zweiten Weltkrieg.  Der Walpersberg war Standort der REIMAHG. Dort wurden Flugzeuge gefertigt, nachdem die Fertigungsstätten aufgrund der Luftangriffe in unterirdische Anlagen umzogen. Geht man über den Berg, kann man noch erahnen, wo die Landebahn war. Mein Papa war früher bereits einmal in den Stollen selbst drin, die mittlerweile leider geschlossen wurden. Ich würde zu gern einmal einen Blick hinein werfen. Mich interessiert die REIMAHG sehr, denn an allen drei Standorten, dem Hauptstandort in Kahla und den zugehörigen Auslagerungen in Kamsdorf und Krölpa, fahre ich regelmäßig vorbei. Ich interessiere mich sehr für Heimatgeschichte, daher war dieses Buch für mich ein absolutes Muss. Ich bin noch recht am Anfang, habe aber schon so manches gelesen, was mir noch nicht bewusst war.
4. Liest du Neuerscheinungen immer direkt, oder hebst du sie dir manchmal für einen besonderen Anlass auf?
Gute Frage 😀 Ich achte da ehrlich gesagt kaum drauf, da ich seltenst Neuerscheinungen in der Hand halte. Ich lese ja viel in der Bibliothek und gehe ehrlich gesagt kaum nach Erscheinen eines Buches. Ab und an gibt es natürlich Bücher, auf die ich warte. Gerade bei Serien ist das der Fall. Aber ich habe eigentlich noch nie gezielt Neuerscheinungen gekauft. Ich hole mir die Bücher, wenn ich sie in der Bibliothek entdecke oder wenn ich sie mir dann eben doch mal kaufe und gerade Luft habe, sie zu lesen.
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Montagsfrage 19/17

Mal ehrlich – liest du dir die Danksagungen der Autoren in den Büchern durch?

Tatsächlich lese ich sie, ja. Aber eher weniger aus Interesse, vielmehr, weil ich da einfach so einen „Tick“ habe und wirklich von vorn nach hinten das gesamte Buch lesen muss und möchte. Ich lese Danksagung, Vorwort, Nachwort, Leseprobe, was eben im Buch so drin ist. Manchmal ist das mit den Danksagungen aber auch recht interessant. Man erfährt teilweise sehr viel darin.

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Freitagsfüller 3/17

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1.   Es ist die Aufgabe  eines Partners, seinen Partner in schwierigen Situationen zu unterstützen.

2.   Cello spielen kann ich nicht .

3.   Wenn ich morgen im Lotto gewinne lege ich sehr viel Geld auf die Seite, um zu sparen.

4.    Eine wichtige Tugend ist Geduld.

5.   Erdbeeren mit Milch und Zucker sind himmlisch.

6.    Ich habe ganz viele Sorten Lieblingseis.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meine neue Frisur, morgen habe ich geplant, einmal nichts zu tun und Sonntag möchte ich den Geburtstag meines Cousins feiern!

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