[Rückblick] Januar 2018

Für mich und mein Vorhaben, mehr zu lesen, begann das Jahr 2018 gar nicht so schlecht. Ich habe vier Bücher geschafft, genau so viele

wie im letzten Jahr. Mein Ziel, mindestens etwas mehr als im vergangenen Jahr Januar zu lesen, habe ich leider nicht erreicht. Ich habe folgende Bücher gelesen:

Jay Asher: Tote Mädchen lügen nicht

Mein Jahr startete mit diesem packenden Roman, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Es war schockierend zu lesen, wie Tropfen für Tropfen den Stein höhlt und somit vermeintliche Kleinigkeiten ein Mädchen in den Suizid treiben konnten.

Kass Morgen: Die 100

Den Namen hatte ich bereits im TV gehört, doch viel mehr wusste ich nicht über die 100. Ich habe es dann durch Zufall gelesen, da es mir von meiner Onleihe empfohlen wurde. Und ich bereue es nicht. Ein wundervoller, dystopischer Roman mit einer sehr interessanten Grundidee.

Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder

Auch hier bin ich erstmals durch TV, bzw. in diesem Fall das Kino aufmerksam geworden. Das Buch wurde ziemlich gehyped, meiner Meinung nach auch zu recht. Ich hatte irgendwie etwas anderes erwartet und wurde dann komplett vom Buch überrascht – im positiven Sinne!

Barbara Honigmann: Ein Kapitel aus meinem Leben

Dieses Buch lag sehr, sehr lange auf meinem SUB. Ich hatte es mal für die Uni geholt und dann doch nicht fristgerecht gelesen, daher blieb es erst einmal liegen. Heute ärgere ich mich darüber, denn das Buch ist sehr interessant und es lohnt sich sehr, es zu lesen.

Weiterlesen

Gemeinsam Lesen 06.02.2018

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese „Romeo und Romy“ von Andreas Izquierdo. Ich bin auf S.24/294.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Das Muschebubu hielt nur zum Teil, was es von außen versprach.“

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ich muss zugeben, „Romeo und Romy“ wäre kein Buch, zu dem ich aus ganz freien Stück gegriffen hätte. Hier kann ich auch einen sehr schönen Bezug zu Frage 4 herstellen: Ich lese es einer Challenge wegen. Monatsaufgabe der Challenge ist es, ein romantisches Buch zu lesen. Das ist sonst so gar nicht mein Genre und Ding, aber der Challenge zu Liebe wage ich mich in das unbekannte Neuland und finde es eigentlich ganz okay. Ich brauche nicht regelmäßig einen Liebesroman (Romantik gern, aber lieber am Rande statt im Zentrum der Handlung!), aber es tut auch gut, mal über den Tellerrand zu schauen. Ich bin schon sehr gespannt auf den weiteren Verlauf des Buches.

4.Macht ihr bei Lese-Challenges von den anderen Blogs auch mit oder nicht? Wenn ja, was gefällt euch bei den Lese-Challenges? Wenn nein, was gefällt euch nicht bei den Lese-Challenges?

So. Nun habe ich ja schon in Frage 3 kurz Bezug auf diese Frage genommen. Klar ersichtlich: Ja, ich mache mit bei Lesechallenges. Und zwar bei so einigen. Bei vielen, die nur ein Jahr umspannen. Bei einigen, die ohne Deadline sind. Warum? Zum einen bin ich ein Mensch, der durch Challenges einen großen Ansporn bekommt. Ich mag das, diese Herausforderung. Mir macht das sehr viel Spaß. So einfach ist das. Zum anderen, wie man in Frage 3 sieht, stachelt einen so eine Challenge auch an, mal über den Tellerrand zu blicken und die eingefahrenen Schienen zu verlassen. Nicht, dass ich das nicht okay finde, seinem Genre bzw. seinen Vorlieben treu zu bleiben. Aber ebenso finde ich es für mich persönlich nicht verkehrt, auch mal  untypische Bücher in die Hand zu nehmen. Von selbst würde ich aber wahrscheinlich keinen Liebesroman aussuchen. In dem Moment „zwingt“ die Challenge mich, da über meinen Schatten zu springen. Oft bieten solche Challenges auch einen tollen Anreiz, Neues auszuprobieren. Insgesamt nehme ich also sehr gerne an ihnen teil.

Weiterlesen

Montagsfrage 06.02.2018

 

 Habt ihr Angewohnheiten oder Vorlieben, die evtl. mit eurer Leidenschaft für Bücher zusammenhängen? Zum Beispiel Papeterie, Lesetagebücher führen, Schreiben etc.?

Ich denke schon, dass meine Liebe zum Buch viele Hobbys und Wege in meinem Leben beeinflusst. Zum einen hat  mich mein Interesse für Bücher zu meinem jetzigen Studiengang und Beruf geführt. Ich habe Germanistik im Bachelor studiert. Im Master bin ich ein wenig von der Literatur abgekommen und studiere mit Schwerpunkt Sprachwissenschaft, dennoch besteht mein Studium nach wie vor zu einem Drittel aus Literatur und ohne die Literatur hätte ich auch nie zur Linguistik gefunden. Ich arbeite, aktuell, immer mal wieder nebenberuflich als Lektorin und Korrektorin. Zudem verdiene ich mir ein paar Euro als Texterin dazu und jobbe in der Uni-Bibliothek, nachdem ich einige Zeit ehrenamtlich in einer Stadtbibliothek zugange war. Nach dem Studium werde ich voraussichtlich (wenn auch etvtl nur nebenher) als freiberufliche Lektorin und Texterin arbeiten. Mal schauen, was sich in diese Richtung ergibt.

Und natürlich spiegelt sich das Lesen auch in einigen meiner Hobbys wider. Ich schreibe selbst gern. Sowohl eigene kleine Geschichten, früher Gedichte, als auch in textbasierten Rollenspielen. Ich blogge, wie man unschwer sieht. Und evtl. – aber das möchte ich nur vage in den Raum stellen – hat das Lesen auch Einfluss auf andere kreative Hobbys gehabt: Klavierspielen, Webdesign, Fotografie. Das hat natürlich in dem Sinne alles nix mit Büchern zu tun, aber ich wurde schon als Kleinkind auf Bücher geprägt und kam so auch mit vielen Fantasiewelten und Kreativität in Kontakt. Womöglich erklärt das auch mein großes Interesse an allem künstlerischen Schaffen.

Weiterlesen

Vorgenommen; Februar 2018

Ich muss doch….

…übergeschnappt sein, zu glauben, dass ich in einem Monat so viele Bücher schaffe 😀 Dennoch beträgt mein SUB für den Februar stolze 14 Bücher 😀 Absolut utopisch, aber mal schauen wie weit ich komme 🙂 Ich stelle sie euch einmal vor:

Mumins lange Reise
von Tove Jansson
64 Seiten

Unterleuten
von Juli Zeh
640 Seiten

Machandel
von Regina Scheer
480 Seiten

Die Auserwählten im Labyrinth
von James Dashner
496 Seiten

Gebrannte Kinder
Zeitzeugen erzählen
374 Seiten

Der Drachenflüsterer
von Boris Koch
352 Seiten

Silber: Das erste Buch der Träume
von Kerstin Gier
432 Seiten

Herr der Fliegen
von William Golding
229  Seiten

Kanak Sprak
von Feridun Zaimoglu
144 Seiten

Isabel
von Feridun Zaimoglu
240 Seiten

Inu Yasha 001
von Rumiko Takahashi
192 Seiten

Romeo & Romy
von Andreas Izquierdo
491 Seiten

Die Winterprinzessin
von Kai Meyer
341 Seiten

An jedem einzelnen Tag
von Marianne Kavanagh
384 Seiten

 

Gelesen

0/14 Bücher
0/4859 Seiten

Weiterlesen

Barbara Honigmann: Ein Kapitel aus meinem Leben

Ein Kapitel aus meinem Leben
von Barbara Honigmann
142 Seiten
dtv Verlagsgesellschaft
Biografie, Erinnerungen

 

„Ein Kapitel aus meinem Leben“, so nannte Litzy mit betontem Understatement den heikelsten Teil ihres ungewöhnlichen Lebens: ihre Ehe mit dem weltberühmten „Meisterspion“ und Doppelagenten Kim Philby. Barbara Honigmann erzählt nüchtern, poetisch und komisch das unglaubliche Leben ihrer eigenen Mutter, einer Agentin und Emigrantin, Jüdin und Kommunistin, im Europa der Kriege und Diktaturen. Die bewegende Geschichte einer außergewöhnlichen Frau.

Kurzmeinung

Ich kannte Barbara Honigmann vor dieser kleinen Biografie noch nicht. Sie (und dieses Buch) wurde mir in einem Seminar der Universität vorgestellt, Thematik: Juden der 1., 2. und 3. Generation nach dem Holocaust. Allerdings hatte ich es nicht rechtzeitig geschafft, das Büchlein zum Seminar zu lesen. Damals gingen andere Dinge vor. Und so kam es, dass „Ein Kapitel aus meinem Leben“ eine ganze Zeit lang auf meinem Stapel ungelesener Bücher herumlungerte. Da es sich um ein kleines Büchlein handelt und ich noch ein Buch für Januar schaffen wollte, griff ich nun also zu diesem viel zu lang unbeachtet gebliebenen Büchlein.
Barbara Honigmann versucht, eine Skizze ihrer Mutter Litzy anzufertigen. Das ist allerdings schwierig, denn selbst ihren vertrautesten Mitmenschen war Alice zeitlebens wie ein unscharfes Foto, auf dem man die Details nicht recht entschlüsseln kann. Litzy bezeichnet die im Buch behandelte Phase ihres Lebens als „Ein Kapitel“, ihre Ehe mit dem Doppelagenten und Spion Kim Philby. Sie selbst war ebenfalls Agentin des der Russen. Aber auch Jüdin, Mutter, Kommunistin, Geflohene, Heimatlose.
Mit einem wundervollen Stil erzählt Barbara Honigmann von ihrer Mutter, den Männern in deren Leben, Anekdoten und vieles mehr. Dem Leser wird dabei nicht nur die faszinierende Litzy vorgestellt, sondern diese steht auch stellvertretend für jene Menschen, die zu Zeiten der Diktatur eben nicht Kratzfuß buckelnd die Geschichte abwarteten. Litzy hatte Überzeugungen und stand für diese ein.
Ein sehr gut zu lesendes und für Interessierte auch zu empfehlendes Buch.

Weiterlesen

Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder

Die Insel der besonderen Kinder
von Ransom Riggs
416 Seiten
Jugendbuch, Fantasy

Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz, ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind … Inzwischen ist Jacob 15 Jahre alt und kann sich kaum noch an die wunderbaren Schauergeschichten erinnern – bis zu dem Tag, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt und Jacob Hinweise darauf findet, dass es die Insel aus seinen Geschichten wirklich gibt. Der Teenager macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freunde findet, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Monster sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt …

Inhalt

Jacob hält seinen Großvater für ein bisschen wirr im Kopf, seine Eltern halten diesen für schier verrückt. Abraham, Jacobs Großvater, könnte man als ein wenig paranoid bezeichnen. Er glaubt sich von Monstern verfolgt und allein auf der Insel beim Vogel sei es sicher. Diese Insel beherberge ein Waisenhaus mit Kindern, denen übernatürliche Fähigkeiten zu eigen sind. Alles Märchen, glaubt Jacob. Bis sein Großvater auf mysteriöse Weise stirbt und der Teenager sich auf eine Reise begibt, auf den Spuren seines vor den Nazis geflohenen Großvaters wandelnd. Er findet besagtes Waisenhaus, findet neue Freunde und die Lücken füllen sich. Doch auch die Monster sind durchaus real.

Meinung

Man sah dieses Buch in den sozialen Medien ja dauernd. Ein weiterer Hype, dachte ich mir. Na schön. Ich gebe Hypes gerne eine Chance, irgendwas muss ja dran sein. Und neugierig war ich auch, denn das Cover spricht mich sehr an und auch der Titel klingt gut. Zudem bin ich großer Tim Burton Fan und der Film stand daher auf meiner Liste, zuvor aber das Buch. Ihr wisst schon.   Während ich bei vielen gefeierten Büchern dachte: „Oh mein Gott, wieso?“, verstand ich bei „Die Insel der besonderen Kinder“ rasch, warum dieses Buch sich so großer Beliebtheit erfreut. Ransom Riggs schafft einen so grandiosen Sog, dass man als Leser förmlich mit über die Insel wandert, neue Freunde findet, aber auch vor Angst die Knie schlottern wenn es um besagte Monster geht. Ein wirklich schönes, spannendes und toll geschriebenes Buch mit einzigartigen Charakteren und vielen Rätseln und Geheimnissen. Meinerseits daher eine absolute Empfehlung wert!

Weiterlesen