Montagsfrage 11.06.2018

Gibt es eine Erzählperspektive, die du beim Lesen bevorzugst?

Meine Einstellung zu den Erzählperspektiven hat sich tatsächlich über die Jahre stark verändert. Früher mochte ich die Ich-Perspektive kaum, ich habe sie eher akzeptiert aber nicht genossen. Lieber war es mir, wenn allwissend in der dritten Person erzählt wurde. Warum das so war, weiß ich nicht. Als Teenager und insbesondere dann mit Twilight begann meine Liebe für den Ich-Erzähler. In dieser Zeit fand ich alles, was nicht in der Ich-Perspektive erzählt wurde ziemlich langweilig, wenn auch akzeptabel. Ich habe es genossen, mich in diese eine Person hinein zu versetzen, die Welt durch ihre Augen zu sehen, so gelang mir wahrscheinlich die Flucht in die geliebten anderen Welten besser. Mittlerweile, wenn ich jetzt so darüber nachdenke, genieße und liebe ich sie alle. Ganz gleich ob personeller Ich-Erzähler, allwissender Erzähler, wechselnder Erzähler, und so weiter.

Das einzige, womit ich momentan ein wenig zu kämpfen habe, sind all zu unvorhersehbare Wechsel. Im Rahmen eines Seminars lese ich derzeit einige Bücher, die mitten im Satz die Perspektive wechsweln. Das empfinde ich teilweise noch als sehr verwirrend, auch wenn man sich daran gewöhnt, wenn man den Dreh einmal heraus hat. Aber die Perspektive meiner Wahl ist das wohl doch nicht und wird es so schnell auch nicht werden.

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