Montagsfrage 06.02.2018

 

 Habt ihr Angewohnheiten oder Vorlieben, die evtl. mit eurer Leidenschaft für Bücher zusammenhängen? Zum Beispiel Papeterie, Lesetagebücher führen, Schreiben etc.?

Ich denke schon, dass meine Liebe zum Buch viele Hobbys und Wege in meinem Leben beeinflusst. Zum einen hat  mich mein Interesse für Bücher zu meinem jetzigen Studiengang und Beruf geführt. Ich habe Germanistik im Bachelor studiert. Im Master bin ich ein wenig von der Literatur abgekommen und studiere mit Schwerpunkt Sprachwissenschaft, dennoch besteht mein Studium nach wie vor zu einem Drittel aus Literatur und ohne die Literatur hätte ich auch nie zur Linguistik gefunden. Ich arbeite, aktuell, immer mal wieder nebenberuflich als Lektorin und Korrektorin. Zudem verdiene ich mir ein paar Euro als Texterin dazu und jobbe in der Uni-Bibliothek, nachdem ich einige Zeit ehrenamtlich in einer Stadtbibliothek zugange war. Nach dem Studium werde ich voraussichtlich (wenn auch etvtl nur nebenher) als freiberufliche Lektorin und Texterin arbeiten. Mal schauen, was sich in diese Richtung ergibt.

Und natürlich spiegelt sich das Lesen auch in einigen meiner Hobbys wider. Ich schreibe selbst gern. Sowohl eigene kleine Geschichten, früher Gedichte, als auch in textbasierten Rollenspielen. Ich blogge, wie man unschwer sieht. Und evtl. – aber das möchte ich nur vage in den Raum stellen – hat das Lesen auch Einfluss auf andere kreative Hobbys gehabt: Klavierspielen, Webdesign, Fotografie. Das hat natürlich in dem Sinne alles nix mit Büchern zu tun, aber ich wurde schon als Kleinkind auf Bücher geprägt und kam so auch mit vielen Fantasiewelten und Kreativität in Kontakt. Womöglich erklärt das auch mein großes Interesse an allem künstlerischen Schaffen.

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Montagsfrage 3/18

Gibt es ein Buch oder eine Reihe, dem/der deiner Meinung nach zu wenig Beachtung geschenkt wurde?

Mh… ich wette, dass mir schon viele solcher Bücher über den Weg gelaufen sind, wo ich mir dachte: „Mensch, das wäre doch einen Hype wert! Das sollte jeder lesen!“ Aber wenn man mich jetzt so direkt danach fragt, fällt mir nur wenig ein. Sofort in den Kopf kam mir Markus Zusak; sowohl die Bücherdiebin als auch der Joker. Beides mMn. herausragende Bücher, nicht nur für Kinder und Jugendliche. Tatsächlich wurde die Bücherdiebin ja auch verfilmt, aber auch der Film fand meiner Meinung nach nicht den Anklang den er verdient hätte.  Vielleicht ist die Thematik einfach zu schwere Kost, ich weiß es nicht. Ja, was fällt mir noch ein? So spontan muss ich glaube ich wirklich passen. Darf ich auch das ein oder andere Buch nennen, dem meiner Meinung nach zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde? Definitiv die „After“-Reihe und Fifty Shades. Der Hype erklärt sich mir nach wie vor nicht wirklich. Ich habe die Bücher zwar auch gelesen, aber konnte nichts daran finden, was dieses extreme Übermaß an Aufmerksamkeit hätte rechtfertigen können.

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Montagsfrage 2/18

Manchmal schwärmt man ja regelrecht für eine Buchfigur. Welche ist/war euer aktueller/letzter Character Crush?

Uff. Ich habe ja oft solche „Crushes“, aber meist bei Serien und Filmen. Bei Büchern kommt es an sich auch vor, aber gerade in den letzten Monaten habe ich eher selten Bücher gelesen, wo sich ein Charakter als Crush angeboten hätte. Ich glaube der letzte richtige „Buch Crush“ war Zsadist von Black Dagger. Ich mag diesen Charakter unglaublich gern. Er wirkt auf den ersten Blick total angsteinflößend und kann so manchen verschrecken, aber er ist nicht grundlos so geworden und liebt er, liebt er von ganzem Herzen und ist bereit sich für seine Liebsten aufzuopfern. Zudem sieht er sicher schick aus 😀

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Montagsfrage 19.12.2017

Hast du schon einmal ein Buch einfach nicht zu Ende gelesen, oder kämpfst du dich auf jedem Fall bis zum Schluss durch?

Ich gehöre tatsächlich zu jenen, die sich um jeden Preis durchkämpfen. Kennt ihr die „The Big Bang Theory“-Folge, wo (ich glaube) Amy mit dem Klopfzeichen Sheldons beginnt, aber nicht zu Ende führt? Sheldon muss dann zwanghaft das letzte Klopfen übernehmen. So in etwa geht es mir auch bei vielen Dingen, darunter auch mit Büchern. Ich kann kein Buch beginnen und es nicht zu Ende führen. Es kommt durchaus vor, dass ich Bücher weglege und pausiere, bzw. später neu anfange. Aber früher oder später beende ich ein Buch, komme was wolle. Und sei es noch so langatmig.

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Montagsfrage 04.12.2017

Hast du eine Lieblingsbuchhandlung? Was gefällt dir daran besonders gut?

Ich wohne auf dem Dorf. Unser kleiner Ort hat nicht einmal 200 Einwohner und ist für mich doch der allerschönste Ort der Welt. Nur 5 Autominuten entfernt liegt die kleine Stadt Pößneck, ca. 13000 Einwohner – unsere Metropole. (Ihr könnt euch nun denken, wie überfordert und verloren ich mir vorkomme, wenn ich größere Städte besuche… :D) Diese kleine Stadt hat etwas besonderes; einen schiefen Marktplatz. Und genau an diesem Marktplatz gelegen gibt es einige Geschäfte, unter anderem im Sommer das mobile Eisgeschäft meiner Mama. Und in direkter Nachbarschaft gibt es die „Buchhandlung am Markt“.

Bildergebnis für pößneck buchhandlung am markt
Das schmale Haus in der Mitte ist eine unserer Buchhandlungen.

Es gibt zwei Buchhandlungen in unserem Städtchen. Zumindest soweit ich weiß?! Und dieses Geschäft ist eines davon. Ich muss nun zugeben, dass ich mich selten in Buchhandlungen verirre. Ich kaufe ja sehr selten Bücher und ich bummle auch selten durch Buchläden. Wenn ich allerdings ein Buch brauche, gehe ich in diesen Laden. Er ist sehr klein. Zwei kleine miteinander verbundene Geschäftsräumchen. Kommt man hinein,findet man rechts gleich die Kasse. In der Mitte einen Aufsteller mit Kinderbüchern, rechts Jugendbücher, links Fachbücher. Im anderen Raum Belletristik und co. Viele Heimatbücher; ganz gleich ob Sachbuch oder Roman. Habe ich einen Wunsch, sind die Bücher natürlich selten direkt vor Ort da. Davon gehe ich bei einer so kleinen Buchhandlung nicht aus. (Wobei ich schon manches Mal unerwartet ein Buch direkt vor Ort fand.) Dann bestellt die nette Dame das Buch und innerhalb weniger Stunden halte ich es dann auch schon in der Hand. Und das klappt immer. Ganz gleich ob Roman oder Fachbuch fürs Studium.

Eine der großen Ketten haben wir natürlich nicht in unserem Ort. Darum bin ich aber auch sehr, sehr froh. Ich lehne ehrlich gesagt Ketten wie Thalia & co ab. Ich stöbere mal hindurch, aber ich kaufe ungern dort. Ich gehöre zu der Fraktion „Geschäfte vor Ort stärken, lokal kaufen“. Wahrscheinlich auch, weil wir ebenfalls ein solches lokales Geschäft betreiben und in einer kleinen Stadt kennt natürlich auch jeder jeden. Da möchte man lieber den bekannten Gesichtern den Umsatz stärken, statt einer anonymen Kette.

Der ein oder andere würde jetzt sicher anbringen, dass ich eben selten Bücher kaufe und daher nicht so oft im Laden stehe und das Buch, das ich suche, nicht finde. In einer großen Kette würde ich es rascher finden. Naja… Das mag schon sein. Aber das bisschen Geduld bringe ich gerne auf, das ist es mir dann auch wert. Unsere Welt ist schon schnell genug, da muss ich nicht immer alles sofort in der Hand halten wenn mir gerade der Sinn danach steht. Wirklich dringend wird es beim Buchkauf bei mir nur, wenn es sich um das kurzfristige Beschaffen eines Lehrbuches fürs Studium handelt. Und diese Bücher haben dann meist nicht einmal die Universitätsbuchhandlungen parat.

Ach. Ganz vergessen. Online kaufe ich im übrigen keine Bücher, außer es sind dringend benötigte Bücher für die Universität und ich habe keine Lust noch einmal in die Stadt zu fahren (Unsere Buchhandlung bekommt die Bücher nämlich genau so schnell ran wie das große A). Wenn ich eines noch weniger mag als Ketten, so ist es Amazon 😀

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Montagsfrage 28.11.2017

Wir haben ja bald den 1. Advent, hast du schon Bücher auf deinem Weihnachtswunschzettel und wenn ja welche?

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass es wie jedes Jahr kein Buch auf meine Wunschliste geschafft hat. Bücher besorge ich mir schon zu Genüge in der Bücherei, daher ist es denke ich schwer, mir ein Buchgeschenk zu machen. Ich lege keinen großen Wert darauf, Bücher zu besitzen. Sie zu lesen und dann zurückzugeben reicht mir vollkommen. Nur wenige Bücher machen da die Ausnahme, wie z.B. Bücher meiner Lieblingsautoren. Und da besitze ich eigentlich aktuell alles, was mein Herz begehrt. Dementsprechend wünsche ich mir auch keine Bücher, weder zu Geburtstagen noch zu Weihnachten.  Einzig eine Gesamtausgabe würde mich schon irgendwo ein wenig reizen: Die Gesamtausgabe von Wolfgang Herrndorf. Gelesen habe ich sie zwar fast schon alle, aber die würde ich mir auch ins Regal stellen und immer wieder lesen. Allerdings wünsche ich mir andere Dinge mehr, sodass ich nicht behaupten würde, dass diese Gesamtausgabe es auf meinen Wunschzettel schafft.

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Montagsfrage 20.11.2017

Besitzt du Merchandise zu bestimmten Buchreihen, z. B. Lesezeichen, Tassen, Kunstdrucke etc.?

Ich besitze eigentlich viel Merchandise. Band-Merch, Serien-Merch, & so weiter. Aber Bücher-Merch? Da sieht es wirklich mau aus, muss ich zugeben. Woran das liegt – keine Ahnung. Ein Kerlchen hab ich aber gefunden, dass zur Montagsfrage halbwegs passt. Meinen Ramsay Bolton (Fingirlgekreisch bitte hier vorstellen). Genau genommen ist er ja ein Buchcharakter, auch wenn ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich bis jetzt nur Band 1 gelesen habe und ihn daher nur aus der Serie kenne. Auch ein Mumin-Lesezeichen nenne ich mein eigen, allerdings habe ich auch hier bis jetzt nur die Serie geschaut und die Bücher warten noch darauf, von mir gelesen zu werden. Zudem flattern sicher hier und da Lesezeichen mit Buchmotiven herum, das sind dann allerdings eher Zufälle weil ich einfach alles behalte, was nach Lesezeichen aussieht. Man weiß ja nie, wann man es mal gebrauchen kann. Lesezeichen gehen immer.

 

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Montagsfrage # 6. November 2017

Wie wichtig ist es dir gelesene Bücher zu rezensieren? Versuchst du alle zu rezensieren oder nur bestimmte?

Ehrlich gesagt ist es mir ziemlich wichtig, alle Bücher zu rezensieren, die ich gelesen habe. Der Blog und die darauf erscheinenden Rezensionen sind für mich eine Art Lesetagebuch, welches ich gern lückenlos führen möchte. Natürlich spielen hier auch wieder ein wenig meine Zwänge mit rein, aber im großen und ganzen ist es mir einfach wichtig, jedes von mir gelesene Buch zu rezensieren. Ich wüsste auch nicht, wo ich die Kriterien der Auswahl sonst anlegen sollte. Besonders gute, besonders schlechte Bücher? Und das „Mittelmaß“ verschweigen? Zugegeben: Ich rezensiere nicht alle Bücher gleich. Es gibt jene, wo man viel zu sagen hat und gut und gerne eine ausführliche Rezension zusammen bekommt. Bei manchen Büchern begnüge ich mich mit einer Kurzmeinung. Aber einige Sätze zum Buch sind für mich in der Regel ein Muss.

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Montagsfrage KW 43

Hast du schon einnmal eine Fanfiktion zu einem Buch geschrieben?

Ich vermute ganz ehrlich, dass das die meisten Leser schon getan haben. Zumindest in meinem Bekanntenkreis ist es durchaus so. Eine liebe Mail-Freundin von mir hat erst dieser Tage ihre FF zur „Witcher-Reihe“ fertiggestellt. Und auch ich habe ganz sicher schon oft den Versuch gestartet, eine FF zu schreiben. Meist aus dem Wunsch heraus, eine Geschichte noch nicht enden zu lassen und neuerlich in das Universum einzutauchen, welches mir soviel Faszination und Zuneigung abringt. Ich muss aber zusätzlich gestehen, dass ich noch keine FF fertig gestellt habe. Insgesamt habe ich noch keine Geschichte zum Ende gebracht. Es fehlt mir einfach am Durchhaltevermögen. Und schreibe ich eine Zeit lang nicht und nehme mir dann mein Skript wieder vor, möchte ich es zu 99% ohnehin verwerfen und neu beginnen. Mal schauen, irgendwann schaffe ich es doch aber sicher!

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Montagsfrage: Wem würdest du den Literaturnobelpreis verleihen?

Wie jeden Montag gibt es bei Buchfresserchen die Montagsfrage. Ich bin natürlich auch wieder mit von der Partie!

Montagsfrage

Montagsfrage: Gerade wurde der Literaturnobelpreis verliehen. Wem würdet ihr persönlich den Literaturnobelpreis verleihen?

Ich muss zugeben, ich stehe mit der heutigen Frage ein bisschen auf Kriegsfuß. Nicht etwa, weil ich sie nicht mag. Diese Montagsfrage ist wirklich toll und vor allem aktuell. Allerdings, weil ich mich mit der Beantwortung schwer tue. Warum? Es gibt mit Sicherheit viele Bücher, die einen Preis verdienen. Bücher, die wichtige Themen ansprechen. Bücher, die den Leser in ihren Bann ziehen. Bücher, die Lesemuffel zum Lesen animieren. Aber der Literaturnobelpreis ist eben doch etwas ganz Besonderes. Um diesen Preis zu bekommen, muss ein Buch mehr als nur gefallen.

Aber was braucht es, um eines Nobelpreises würdig zu sein? Ich habe daher kurz recherchiert und mich mal kundig gemacht, zu welchem Zweck der Nobelpreis überhaupt gegründet wurde: Der Preis gilt jenen, „die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben.“ Okay. Soweit, so gut. Also darf es ja nur ein Buch sein, welches im vergangenen Jahr verliehen wurde. Da fällt mein persönlicher Favorit Wolfgang Herrndorf schon einmal heraus. Der ist nämlich schon einige Jährchen tot. Na schön.

Welche Anforderungen habe ich persönlich an einen Nobelpreisträger? In meinen Augen sollte das Buch bzw. der Autor ein aktuelles gesellschaftliches oder politisches (oder beides?) Problem behandeln und den Lesern aufzeigen, die Augen öffnen. Das ist nämlich etwas, was Bücher ganz erstaunlich gut können und somit tragen Bücher zur Aufklärung, Bildung und Sensibilisierung bei.

Ich bin nun meine Leseliste 2017 durchgegangen und ein Buch würde für mich in Frage kommen: Das erst kürzlich gelesene „Briefe ohne Unterschrift„.  Es handelt sich um ein in diesem Jahr veröffentlichtes Sachbuch. Daher fällt es unter „im verflossenen Jahr“. Zusätzlich klärt es den Leser auf sehr persönliche, direkte, packende Art über den Unrechtsstaat DDR auf. also mein selbst gewähltes Kriterium, die Augen zu öffnen und zu informieren, ist ebenfalls bedient. Somit ist ganz klar, an wen mein persönlicher Nobelpreis geht! 🙂

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