Nele Hoffmann: Mit Papa war’s nur Blümchensex

Mit Papa war’s nur Blümchensex
Nele Hoffmann, Manuela Ausserhofer

U-Line
144 Seiten
Biografie, Missbrauch & Sexuelle Gewalt

 

Es gibt diese Bücher, die bestürzt machen. Die man gern aus der Hand legen würde, da man sie kaum oder nur schlecht erträgt. Ich bin eigentlich sehr hart im Nehmen, bei Nele Hoffmanns Biografie „Mit Papa war’s nur Blümchensex“ sträubte sich mein Kopf aber hin und wieder doch, weiter zu lesen. Wächst man in einer liebevollen Umgebung gut behütet auf, kann man sich nämlich nur schwer vorstellen, was Nele zustößt. In „Mit Papa war’s nur Blümchensex“ muss der Leser lernen, dass Sex mit einem Elternteil noch gar nicht zum Schlimmsten gehört, was einem jungen Mädchen zustoßen kann. Nele wächst so heran, dass der Sex mit Papa normal ist. Einvernehmlich und liebevoll. Bis sie erkennt, dass es falsch ist, vergehen viele Jahre. Genau genommen, bis Nele zu alt für ihren Vater wird. So unnormal und illegal diese Beziehung auch war, Nele kommt nun vom Regen in die Traufe. Mit ihrem späteren Freund muss Nele Demütigungen und Schmerzen ertragen, an die ich persönlich kaum denken möchte: Nadeln in den Brustwarzen, Fäkalien, Stromstöße, und vieles mehr.

Während ich dieses Buch las, stieß ich in einer Facebook Gruppe auf einen Post. Deren Erstellerin las ebenfalls „Mit Papa war’s nur Blümchensex“ und eine Kommentatorin fragte – meiner Meinung nach auch völlig zurecht: Warum liest man sowas? Tja. Amüsement und Gefallen daran können es nicht sein. Und in den seltensten Fällen (hoffe ich) Perversion. Bücher wie diese zeigen auf, was passiert. Was um uns herum passiert, meist ohne, dass wir es bemerken. Bücher wie diese sensibilisieren für Themen, die der Otto-Normal-Bürger wahrscheinlich verdrängt, nicht wahr haben will, nicht auf dem Schirm hat. Es zeigt ein bisschen, wie man eventuell mit jenen umgehen kann, die es erlebt haben. Und ein bisschen, hoffe ich, lehrt es auch, mit offeneren Augen durch die Welt zu gehen, eventuell Missstände erkennen zu können. Nein. Ein schönes Thema ist das nun wirklich nicht. Keines, woran man Gefallen finden kann. Aber es ist ein Buch, welches Augen öffnen kann und für wichtige Themen sensibilisiert. Nele Hoffmanns Biografie rüttelt wach und führt uns vor Augen, was hinter verschlossenen Türen direkt neben uns passieren könnte. In jeder noch so normal erscheinenden Familie. Allein deshalb ist dieses Buch sehr lesens- und empfehlenswert, um den eigenen Horizont zu erweitern.

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Gemeinsam Lesen 06.09.2017

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese Blinder König  von J.R.Ward und ich bin auf Seite 205.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Als die Nacht anbrach, zerstieß Ehlena die Tabletten für ihren Vater in seinem Becher zu einem feinen, gleichmäßigen Pulver, ging zum Kühlschrank, holte den CranRasperry-Saft heraus und goss ihn darüber.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

 Viel zu sagen habe ich in dieser Woche eigentlich nicht. Bei meinem Buch handelt es sich um einen weiteren Teil der Black Dagger Reihe. Natürlich sehr seichte Literatur, dafür für mich wie eine Droge: süchtigmachend. Ich liebe die Reihe und das Universum rund um die Bruderschaft.

4. Pausiert ihr schon mal euren Blog? Oder sollte ein Buchblogger gar mal ein bisschen Abstand zu seinem Hobby suchen? 

Ich pausiere definitiv nicht direkt. Und ich nehme mir auch nicht bewusst Abstand zum Hobby. Ich bin kein sehr professioneller Blogger, auch kein besonders guter. Ich habe den Blog einst als Lesetagebuch für mich selbst ins Leben gerufen und genau das ist es auch nach wie vor: Ich blogge frei Schnauze. Ich blogge ohne Zwang. Ich berichte einfach von allem, was mit meinem Hobby Lesen  zu tun hat. Aber wenn ich mal ein paar Tage oder Wochen nichts poste, ist das für mich auch nicht arg. Das nehme ich mir dann nicht übel und mache mir da auch keinen Druck. Ich weiß, dass ich so natürlich keine große Followerschaft erreiche. Aber brauche ich das überhaupt? Und so steht es auch ums Lesen. Wenn ich keine Lust habe, lese ich eben nicht. Solange es sich um keine Lektüre für die Uni handelt, mache ich mir da keinen Druck und lege auch schon mal ein paar lesefreie Tage und Wochen ein.

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Montagsfrage 04.03.2017

Heute gibt es eine freie Montagsfrage und da mir momentan zwei Themen besonders auf dem Herzen liegen, packe ich sie in zwei persönliche Montagsfragen. Lasst mir gern auch eure Meinung und Erinnerungen (Ihr werdet gleich sehen, warum.) dazu in den Kommentaren 🙂

Welche Kindheitserinnerung habt ihr an Bücher?

Für mich spielen Bücher schon seit eh und je eine sehr große Rolle. Auf diese Frage kam ich heute, da meine Oma Geburtstag gefeiert hätte. An diesem Tag wäre sie 69 Jahre alt geworden. Sie ist seit 10 Jahren schon tot, aber es kommt mir vor, als sei es gestern gewesen. Bei ihr habe ich immer sehr viel gelesen. Allgemein habe ich viel gelesen, natürlich. Aber bei ihr war es immer etwas Besonderes, da ich in ihren alten Kinderbüchern kramte. Also Bücher, die in der frühen DDR geschrieben und gedruckt wurden. Sehr alte Exemplare. Geschichten, die so für mich als Wendekind kaum noch ganz zu verstehen waren. Ich habe oft im Garten gelesen. In der Sonne brutzelnd. Während meine Oma im Garten werkelte. Das sind wunderschöne Erinnerungen, die ich mit aller Kraft lebendig halten möchte. Habt ihr auch so schöne Erinnerungen an das Lesen als Kind?

Wieso liest man so etwas?

In den letzten Tagen (Rezension folgt.) habe ich ein Buch gelesen, welches ich oft in Buchgruppen gesehen habe. So auch gestern oder vorgestern: Mit Papa war’s nur Blümchensex. Es kam dann die Frage auf: Warum liest man so etwas überhaupt? Tja, warum eigentlich. Zum  einen lesen sicher einige solche Bücher aus einer kranken Faszination heraus, die ich nicht gut heißen kann. Sicher ein ähnlicher Grund, warum so viele bei Unfällen stehen und gaffen. Aber das sollte doch eher die Ausnahme sein – hoffe ich. Aber warum liest man es nun denn?

Ich bin ein sehr wissbegieriger und neugieriger Mensch. Ich möchte die Welt kennen lernen, in all ihren Facetten. Egal ob gut, böse oder neutral. Und dazu gehören eben auch die Schattenseiten. Für mich sind Bücher wie diese einfach „augenöffnend“ und sensibilisierend für ein Thema, was sonst eher nicht besprochen wird. Es zeigt Einblicke in die Gefühlswelt einer misshandelten Person. Evtl lernt man daraus, wie man selbst auf Menschen mit ähnlichem Hintergrund zugehen und mit ihnen umgehen kann, die ähnliches erlebt haben. Evtl – auch wenn ich das nicht hoffe – findet man selbst eine gewisse Stütze, weil man ähnliches erlebt hat. Zumindest aber wird man sensibilisiert und wird eventuell auch feinfühliger was Themen wie diese angeht. Hinterfragt Dinge, die man zuvor vielleicht nicht in Frage gestellt hätte. Und wenn Bücher dies leisten können, sind es gute Bücher.

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Gemeinsam lesen 29.08.2017

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese mal wieder mehrere gleichzeitig. Zum einen lese ich das Buch „Briefe ohne Unterschrift“ von Susanne Schädlich. Hier bin ich auf Seite 50.  Dann lese ich „Blinder König“ von J.R.Ward und bin auf Seite 112. Außerdem „Mit Papa war’s nur Blümchensex“ von Nele Hoffmann.  Hier bin ich bei 33%.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Dann gibt es für uns endgültig keine Möglichkeit mehr, noch irgendein winziges Loch im Eisernen Vorhang zu finden, durch das man wenigstens noch das nackte Leben retten kann.“ (Aus: Briefe ohne Unterschrift)

„Als Xhex die Stufen in den VIP-Bereich hinauf kam, traute sie zuerst ihren Augen nicht.“ (Aus: Blinder König)

„Im Nachhinein tut es mir so verdammt leid, weil Leon einfach nur ein verliebter Junge war.“ (Aus: Mit Papa war’s nur Blümchensex)

 

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?


Briefe ohne Unterschrift  lautet der Titel des Fachbuches, welches eine BBC-Sendung behandelt, die ich bis dato nicht kannte und auch noch nie auch nur davon gehört habe. Dabei interessiert mich alles, was mit der DDR-Geschichte zusammenhängt, natürlich sehr. Es ist schließlich die Geschichte meiner Eltern, meiner Großeltern. Ein Land, in dem ich gerade so noch gezeugt, nicht aber geboren wurde. Eine merkwürdige Sache, um ehrlich zu sein. Die DDR war ein Unrechtsstaat wie so viele andere. Und in den Briefen ohne Unterschrift kommt das besonders gut zur Geltung. Es handelt sich um verdeckt verschickte Briefe ehemaliger DDR-Bürger, die an das BBC in London schrieben und mehr oder minder verschlüsselt von den Missständen in der DDR berichten. Wie man am obigen Zitat sicher erkennen kann, waren die Menschen regelrecht verzweifelt. Diese Briefe erzählen zum einen von „Alltagsproblemen“, zum anderen aber von Tragödien in persönlichen und kollektiven Schicksalen. Sehr spannend, besonders, wenn man einen Bezug zu diesem Staat herstellen kann.
Blinder König ist nun ein weiterer Teil der Black Dagger Reihe, den ich lese. Wie immer sehr spannend, besonders, da nun die Geschichte rund um Rehvenge und Ehlena fort gesetzt wird. Ich mag die beiden sehr gern und bin schon richtig gespannt, was passiert, wenn Ehlena von Rehvs Geheimnis erfährt. Natürlich ist dieses Buch im Vergleich zu den anderen, die ich heute lese, eher ein bisschen leichte Kost.  Aber ich denke, das ist auch gerade der Grund, warum ich parallel lese: Ich lese oft ein Buch zum „Mitdenken“ und parallel eines, was wirklich nur dem Abschalten dient.
Mit Papa war’s nur Blümchensex. Ehrlich gesagt hat mich bereits der Titel sehr stark abgeschreckt. Ich mein… na, ihr wisst schon. Aber dieses Buch verfolgt mich. Ich habe immer wieder darüber gelesen, ganz gleich wo: auf Facebook, in Buchgruppen, auf anderen Blogs. Daher führe nun auch ich es mir mal zu Gemüte, auch wenn es wirklich, wirklich schwer zu lesen ist. Nicht von der Sprache her, da hat es gar etwas sehr Umgangssprachliches. Aber von so etwas zu lesen…. Es ist schon sehr schwer zu verdauen, was die Autorin zu erzählen hat. Ich habe es gestern erst begonnen und bin bereits bei einem Drittel. Man möchte so etwas eigentlich nicht lesen, vor lauter Grauen und Schrecken. Aber dann liest man doch immer weiter, weil es einfach unfassbar ist. An manchen Teilen habe ich wirklich gehofft, dass es sich um KEINEN Tatsachenbericht handelt.
4. Empfehle uns das Buch, das deiner Meinung nach jeder gelesen haben sollte (nur eins!)
Diese Frage ist ja gemein! Wie soll man sich bei einer so großen Fülle an allein deutschsprachiger erstklassiger Literatur entscheiden? Auf englischsprachige Literatur gehe ich da ja noch gar nicht ein. Ich würde jetzt, aus dem Stegreif, Die unendliche Geschichte von Michael Ende nennen. Das hat vor allem den Grund, dass dieses Buch eines der ersten ist, was mich nachhaltig beeinflusst, geprägt und verändert hat. Zum ersten Mal habe ich es von meiner Mutti vorgelesen bekommen und später immer wieder selbst gelesen. Oberflächlich gesehen handelt es sich um eine wunderschöne Fantasy-Geschichte, aber gerade das Tiefgründige darin ist wichtig. Das Sterben der Fantasie. Das „Nichtmehrdaranglauben“. Das sind Dinge, die gerade für uns Leser, unheimlich wichtig sind. Weil wir selbst wohl ganz oft im Elfenbeinturm versinken.
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Montagsfrage 28.08.2017

Wie viele noch fortlaufende Reihen hast du (geschätzt) aktuell im Regal?

Im Regal steht bei mir dank Bibliothek natürlich nicht viel. Aber ich fasse die Frage jetzt einfach mal so auf: Wie viele Reihen lese ich aktuell, die noch fortgeführt werden?
Ich muss zugeben, ich weiß gar nicht, welche der Reihen, die ich so gern mag, noch fortgeführt werden. Ich bin bei den meisten Serien nicht „up to date“ und habe noch gar nicht nachgeschaut, ob die Reihen bereits beendet wurden oder noch weiter geschrieben werden. Es dürften aber einige sein, z.B. das Lied von Eis und Feuer, die Black Dagger Reihe, Guild Hunter Reihe, Dark Hope Reihe, usw. Also alles was so bisschen in Richtung Romantik-Fantasy geht. Da gibt es ja die „üblichen Verdächtigen“ wie J.R.Ward und Nalini Singh, über die man wohl früher oder später immer stolpert, wenn einem das Genre zusagt. Ich lese auch einige andere Reihen, bin mir aber nicht sicher, ob die überhaupt noch fortgesetzt werden. So zum Beispiel Tagebuch eines Vampirs, Chroniken der Unterwelt. Da bin ich gerade einmal am Anfang der jeweiligen Reihen.

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Amy Gentry: Good As Gone

 

Good As Gone
Amy Gentry
C, Bertelsmann Verlag
2017
320 Seiten
Krimi // Thriller

Autorin Amy Gentry ist freie Literaturkritikerin und unterrichtet, wie auch ihre Protagonistin, englische Literatur an einer Universität. In ihrem Roman „Good As Gone“ hat das Ehepaar Anna und Tom mit dem wahrscheinlich schlimmsten Schicksalsschlag zu kämpfen, welches Eltern zustoßen kann: Tochter Julie wurde mit 13 Jahren aus ihrem Kinderzimmer entführt. Nur Julies jüngere verängstigte Schwester Jane sieht mit an, wie ein Mann ihre Schwester aus dem Haus führt.

Und das ist, der einzigen Augenzeugin zufolge, die Geschichte, wie ich in einer Nacht meine Tochter – nein, meine beiden Töchter, einfach alles – verloren habe.

Acht Jahre später ist aus Jane ein rebellischer Teenager geworden, der aufs College geht. Anna kann ihre Tochter nicht mehr erreichen. Neidisch blickt sie auf die Beziehung zwischen Tom und ihrer jüngeren Tochter, die einander sehr nahe stehen. Als Jane zu Besuch kommt und soeben das Abendessen angerichtet werden soll, klingelt es plötzlich an der Tür. Ein verwahrlostes, engelsblondes Mädchen steht vor dem Haus. Julie ist wieder da. Oder wer auch immer das ist, der vor der Tür steht. Denn bald schon beschleichen Anna erste Zweifel an der Identität der jungen Frau.

Die in „Good As Gone“  verwendete Sprache ist eindeutig die, einer durch und durch mit der Literatur verwobenen Autorin. Trotz der leicht verständlichen Wortwahl, mangelt es dem Roman an keiner Stelle an Spannung oder Lesegenuss. Nach und nach wird der Leser in die Geschichte eingeweiht, die hinter dem Mädchen steht, welches sich als Julie vorstellt. Dies geht Gentry sehr geschickt an. In die lineare Handlung werden immer wieder Kapitel eingefügt, die ein Puzzlestück aus Julies Vergangenheit beleuchten. So wird der Leser regelmäßig in eine frühere Episode aus dem Leben der jungen Frau versetzt und lernt sie so, nach und nach, kennen. Interessant ist hierbei vor allem, dass diese „Sonderkapitel“ die Geschichte rückwärts aufdecken, beginnend also mit der Gegenwart und immer weiter in die Vergangenheit sinkend.

Was wahr scheint, ist falsch. Was falsch scheint, stellt sich als wahr heraus. Geheimnisse werden aufgedeckt. Amy Gentry hat ein phänomenales Konstrukt mit dem ein oder anderen absolut nicht zu erahnenden Plot Twist erdacht. So bleibt die Spannung und des Rätsels Lösung tatsächlich bis auf die letzten Seiten bewahrt.

Die Personen im Roman sind sehr schön dargestellt. Wobei hier der Detailreichtum von Person zu Person variiert, je nach spielender Rolle. Das meiste erfahren wir Leser wohl von Julie und Anna. Aus Sicht letzterer sind auch alle Kapitel bis auf jene Rückblenden geschrieben. Jane und Tom hingegen sind etwas weniger plastisch, was aber keinesfalls negativ sein soll. Im Fokus stehen ja Mutter und Tochter.

Ja, was lässt sich insgesamt zu „Good As Gone“ sagen? Ich steckte wirklich in einer fiesen Leseflaute, als ich zu diesem Buch griff. Es war nicht recht lang, sah gut leserlich aus und wirkte spannend. Ich hatte einfach die Hoffnung, mal wieder ein bisschen Schwung in die Sache zu bekommen. Zu einem besseren Buch hätte ich wohl nicht greifen können. „Good As Gone“ las sich in einem Rutsch. Ich konnte es kaum aus der Hand nehmen. Ganz gleich wohin ich ging, es steckte in der Tasche, damit ich auch jede freie Minute damit verbringen kann. Spannung hoch unendlich, ehrlich! Und dann dieses Ende, absolut unverhersehbar. Zumindest war es das für mich Ich kann den Roman daher nur absolut empfehlen. Ein klassischer Thriller ist es vielleicht nicht gerade. Aber ein Roman, der auf sehr spannende Art die Psyche eines Entführungsopfers darlegt und eine tragische Familiengeschichte offenbart.

„Good As Gone“ wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

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J.R.Ward: Racheengel

 

Racheengel
Black Dagger, Bd. 13
J.R.Ward

 

Heyne Verlag
464 Seiten
Fantasy, Romantasy, Vampire

Inhalt

Rehvenge ist der eiskalte Drogenboss unter den Vampiren. Sein großes Geheimnis? Er ist zudem ein halber Sympath. Und die  haben es nicht leicht, denn werden sie enttarnt, werden sie in eine Kolonie deportiert. Rehv muss daher auf der Hut sein und sich seine Freiheit teuer erkaufen. Seine Psyche und auch sein Körper leiden immens. So ist er auch regelmäßiger Gast in der Vampirklinik, denn dort bezieht er sein Dopamin, welches seine Sympathenseite unterdrücken kann. Doch in der Klinik lernt er Ehlena kennen, eine Vampirin die es auch nicht sonderlich leicht hat. Er verliebt sich in sich, doch durch sein Wesen bringt er sie in große Gefahr.

 

Meinung

Wie gewohnt nimmt mich J.R.Ward in ihren Bann gefangen. Black Dagger ist einfach eine geniale Serie, da beißt die Maus keinen Faden ab. Im Gegensatz zu anderen Teilen war diesmal leider etwas wenig Handlung vorhanden. Ich hatte das Gefühl, dass der Spannungsbogen was die Rahmenhandlung betrifft, etwas flach war diesmal. Dafür standen Rehvs Gefühle für Ehlena im Vordergrund, was nicht weniger spannend war. Die beiden sind tolle Charaktere. Rehv ist durch seine Sympathenseite natürlich ein sehr spannender Typ. Immer wieder gegen sich selbst und seine Instinkte ankämpfend, eine dunkle Seite in sich tragend. Ward setzt das sehr toll um. Man kann den inneren Zwiespalt recht gut fühlen, noch besser aber die Wandlung, als er erkennt, dass er für Ehlena Gefühle hegt. Und die ist auch nicht zu verachten. Sie lebt in einer schäbigen Bruchbude gemeinsam mit ihrem an einer psychischen Erkrankung leidenden Vater. Sie haben also beide ihr Kreuz zu tragen. Offen bleibt, ob sie einander Stütze sein können.

 

 

 

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1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese  u.a. „Good As Gone“ von Amy Gentry. Ich bin auf Seite 162.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Karen feierte ihren siebzehnten Geburtstag mit zwei Partygästen: Melinda und Bob McGinty.“

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen, ohne es groß zu kennen. Mich interessierte einfach der Klappentext, daher fragte ich es über das Bloggerportal an. Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefangen genommen und ich kann kaum erwarten, wenn sich alles auflöst. Deswegen habe ich im Internet auch nach Spoilern gesucht und ja, ich liebe Spoiler 😀 Leider habe ich keine gefunden, dafür aber viele Meinungen zu dem Buch, die gar nicht so positiv ausfallen. Dem kann ich mich bis jetzt definitiv nicht anschließen. Das Buch ist super spannend und ich kann es meist kaum aus der Hand legen.

4. Gibt es ein Zitat aus einem Buch, das du dieses Jahr (oder generell) gelesen hast, und dir besonders im Gedächtnis geblieben ist? 

Mh… An sich sammle ich ja Zitate wie Sand am Meer. Ich habe mir sogar meine eigene kleine Software gebastelt, wo ich Lesefortschritte und Zitate festhalten kann. (Ja, dafür gibt es schon genug Seiten und Communities. Aber ich wollte etwas, was auf meine Bedürfnisse perfekt zugeschnitten ist.) Daher habe ich auch recht viele Zitate in petto. Hier mal die Favoriten des bisherigen Jahres:

 

Es gibt etwas, das noch amüsanter ist, als Deutsch zu können: nicht Deutsch zu können.
(Gabriel Garcia Marquez: Zwischen Karibik und Moskau)

 

Er hatte schnell bemerkt, dass Lesen die einfachste, wirksamste und schönste Art war, sich seiner Umgebung zu entziehen.
(Martin Suter: Allmen und die Libellen)

 

Uns vernichtet stets das, was wir lieben, Junge.
(George R.R.Martin: Das Erbe von Winterfell)

 

Wir sind nur Menschen,und die Götter haben uns für die Liebe gemacht. Das ist unser großer Ruhm und unsere große Tragödie.
(George R.R.Martin: Das Erbe von Winterfell)

 

Hört meine Worte und bezeugt meinen Eid. (…) Ich bin der Wächter auf den Mauern. Ich bin das Feuer, das gegen die Kälte brennt, das Licht, das den Morgen bringt (.) Ich widme mein Leben und meine Ehre der Nachtwache, in dieser Nacht und allen Nächten, die da noch kommen werden.
(George R.R.Martin: Das Erbe von Winterfell)

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Montagsfrage 21.08.2017

Gibt es Bücher/Reihen (Bestseller), über die du gerade ständig stolperst, sie aber nicht lesen möchtest?

Die gibt es ganz sicher. Spontan fällt mir aber namentlich keine Reihe so recht ein und auch kein Buch oder Bestseller. Jojo Moyes wird ja doch recht viel gehyped, aber das ist so rein gar nix für mich. Ich mg so kitschige Romane eher gar nicht. Von daher halte ich mich da lieber zurück, was das angeht. aber ich muss zugeben, wirklich im Bilde, was aktuell so recht angesagt ist, bin ich nicht wirklich.

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Freitagsfüller // 18.08.2017

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1. Nach welchen Kriterien ich Bücher aussuche, ist glaube ich für die wenigsten Bücherwürmer nachvollziehbar.

2.  Heute Abend kommt die Akupunktur fürs Pferd und ich habe ein wenig Bedenken, Zweifel und auch etwas Angst.

3.  In meinem Bett gibt es zum Glück keine Katzen mehr, die wurden aus dem Schlafzimmer verbannt.

4.  Die Wahl des Buches hat sich wieder mal richtig gelohnt.

5.  Anstatt sich auf das Schöne, Positive zu konzentrieren versteifen sich leider viele Menschen auf das Negative.

6.   Ich würde gerde mal wieder in ein Restaurant das gute traditionelle thüringer Küche anbietet.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Akupunktur, morgen habe ich geplant, mit meiner Familie zum Schützenfest zu gehen und Sonntag möchte ich eigentlich ausspannen, aber da steht Stalldienst an!

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