Anika Lorenz: Im Herzen ein Schneeleopard

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Im Herzen ein Schneeleopard
von Anika Lorenz

Impress 2016
293 Seiten
Coming Of Age, Fantasy
eBook: 3,99 €

 

Inhalt

Emma tritt gefühlt auf der Stelle: All ihre Freundinnen studieren und erleben die Welt, sie jedoch hängt in ihrer Kleinstadt fest und hat einfach nicht genug Geld, sich das Studium zu finanzieren. Obendrein lebt sie allein mit ihrer Großmutter. Emmas Großvater ist verstorben, ihren Vater hat sie nie kennen lernen können und ihre Mutter interessiert sich nicht für die junge, talentierte Künstlerin mit dem Wunsch, Architektin zu werden.

Emma ist am verzweifeln, fühlt sich eingeengt und wird zu allem Überdruss von seltsamen Alpträumen heimgesucht. Dass der reiche und schöne Nathan in die Stadt zieht, ist die gefundene Aufmunterung für die junge Erwachsene. Nathan wird ihr nicht nur ein guter Freund, er verschafft ihr auch ihren ersten Job als Innenarchitektin. Doch als Emma beginnt, Gefühle für ihn zu hegen, distanziert Nate sich. Hat das etwa etwas mit den tierischen Angriffen in der Nachbarschaft zu tun, für die keiner eine Erklärung hat?

Die Ereignisse überschlagen sich, als auch Emmas bester Freund Daniel nur knapp einer Wildtierattacke entkommt. Und urplötzlich verändert sich Emmas Leben schlagartig.

Meinung

Inhaltlich und auf die Handlung bezogen hat mich der erste Band der Serie absolut überzeugt. Im Moment befinde ich mich so ein bisschen im Gestaltwandler-Fieber und da ist diese Reihe genau das Richtige. Sprachlich hingegen konnte Anika Lorenz mich nicht ganz überzeugen. Stellenweise fand ich den Schreibstil nicht wirklich ansprechend, wenig literarisch. Das fand ich sehr schade, da insbesondere die Charaktere in meinem Fall darunter gelitten haben. Irgendwie habe ich es nicht geschafft, Emma lieb zu gewinnen wie man es so häufig mit Protagonisten erlebt. Nate und Liam sind mir da schon etwas sympathischer, auch Lana schneidet gut ab. Emmas Freunde hingegen möchte ich im wahren Leben nicht recht kennen lernen.

Insgesamt hinterlässt mich das erste Buch also mit gemischten Gefühlen. Da mich die Geschichte sehr anspricht und ich mich zugegeben auch schon gespoilert habe und mir auch die Handlung im Folgenden sehr gut gefällt, bleibe ich dran. Ich hoffe jedoch, dass ich mich im Laufe der Serie etwas mehr für Charaktere und Schreibstil werde erwärmen können.

Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder

Die Insel der besonderen Kinder
von Ransom Riggs
416 Seiten
Jugendbuch, Fantasy

Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz, ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind … Inzwischen ist Jacob 15 Jahre alt und kann sich kaum noch an die wunderbaren Schauergeschichten erinnern – bis zu dem Tag, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt und Jacob Hinweise darauf findet, dass es die Insel aus seinen Geschichten wirklich gibt. Der Teenager macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freunde findet, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Monster sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt …

Inhalt

Jacob hält seinen Großvater für ein bisschen wirr im Kopf, seine Eltern halten diesen für schier verrückt. Abraham, Jacobs Großvater, könnte man als ein wenig paranoid bezeichnen. Er glaubt sich von Monstern verfolgt und allein auf der Insel beim Vogel sei es sicher. Diese Insel beherberge ein Waisenhaus mit Kindern, denen übernatürliche Fähigkeiten zu eigen sind. Alles Märchen, glaubt Jacob. Bis sein Großvater auf mysteriöse Weise stirbt und der Teenager sich auf eine Reise begibt, auf den Spuren seines vor den Nazis geflohenen Großvaters wandelnd. Er findet besagtes Waisenhaus, findet neue Freunde und die Lücken füllen sich. Doch auch die Monster sind durchaus real.

Meinung

Man sah dieses Buch in den sozialen Medien ja dauernd. Ein weiterer Hype, dachte ich mir. Na schön. Ich gebe Hypes gerne eine Chance, irgendwas muss ja dran sein. Und neugierig war ich auch, denn das Cover spricht mich sehr an und auch der Titel klingt gut. Zudem bin ich großer Tim Burton Fan und der Film stand daher auf meiner Liste, zuvor aber das Buch. Ihr wisst schon.   Während ich bei vielen gefeierten Büchern dachte: „Oh mein Gott, wieso?“, verstand ich bei „Die Insel der besonderen Kinder“ rasch, warum dieses Buch sich so großer Beliebtheit erfreut. Ransom Riggs schafft einen so grandiosen Sog, dass man als Leser förmlich mit über die Insel wandert, neue Freunde findet, aber auch vor Angst die Knie schlottern wenn es um besagte Monster geht. Ein wirklich schönes, spannendes und toll geschriebenes Buch mit einzigartigen Charakteren und vielen Rätseln und Geheimnissen. Meinerseits daher eine absolute Empfehlung wert!

J.R.Ward: Blinder König (Black Dagger #14)

Blinder König (Black Dagger #14)
von J.R.Ward
Heyne Verlag (9. August 2010)
448 Seiten
Fantasy, Vampirroman
8,95 € 

Blinder König (Black Dagger #14)

Inhalt

In Band 13 „Racheengel“  erfährt der Leser erstmals etwas mehr über Rehvenge, den Drogenboss unter den Vampiren und wie er die schöne Ehlena kennen lernt, eine aufrichtige Krankenschwester die nichts mit den dreckigen Geschäften Rehvs zutun hat. „Blinder König“ ist nun die Fortsetzung der Story der beiden. Rehv wird in der Sympathenkolonie gefangen gehalten und nur Ehlena und Xhex können ihn retten. Natürlich mit Hilfe der Bruderschaft. Dabei sehen sie sich nicht nur mit den Sympathen konfrontiert, sondern auch mit dem wieder auferstandenen Lash der das personifizierte Grauen darstellt. Als Sohn von Omega ist er der bislang mächtigste Feind, dem sich die Bruderschaft stellen musste.

 

Meinung

Wie immer hat mich dieser Black Dagger Band sofort in seinen Bann gezogen. Erst heute morgen habe ich in einer Buchgruppe gelesen, dass es ein bisschen unverständlich ist, warum diese Bücher so gern gelesen werden. Und ja, mit Sicherheit ist Black Dagger polarisierend. Aber für jene, die es mögen (Hier hebe ich energisch die Hand!), ist diese Romanreihe Gold wert. Frau Ward schafft es immer wieder, den Leser mit einfachsten Mitteln zu ködern. Die Story ist spannend, Erotik vorhanden jedoch nicht plakativ oder aufdringlich (sagt eine prüde graue Maus wie ich) und die Charaktere sind zum Liebhaben. Und immer wieder taucht man ein in das Geflecht der einzelnen Schicksale. Denn es geht nicht immer nur um die Protagonisten des Bandes an sich, sondern vielmehr lernt man auch Randfiguren immer besser kennen, wie zum Beispiel John.

Für mich persönlich hat Black Dagger #14, Blinder König, wieder einmal 5 Sternchen verdient und ich sitze bereits am nächsten Band und kann ihn kaum aus der Hand legen.

 

Was haltet ihr von Black Dagger? Gehört ihr auch zu den Bruderschafts-Fangirls? Wollt ihr die Bücher noch lesen? Oder lasst ihr lieber die Finger davon?